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Antidiskriminierungsforum
STOP DISCRIMINATION '06 – Probleme und Lösungen

4. DEUTSCHER ANTIDISKRIMINIERUNGSTAG
 

03.06.2009, Merseburg
Merseburger Schlossgartensalon, Mühlberg 1, 06217
Merseburg am 3. Juni von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr ein

Schirmherrin: Frau Silvia Schmidt, MdB, Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion
Trägerin des Europäischen Bürgerpreises für Antidiskriminierung 2007 des EAC

Diskriminierungen gegen Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung sind in unserer Gesellschaft noch immer trauriger Alltag. Ob von Arbeitgebern, Behörden, privaten Unternehmen oder durch Mitmenschen verursacht, betrifft
ein willkürlicher Ausschluss von öffentlichen Dienstleistungen oder von einer Arbeitsstelle aufgrund einer vermeintlichen Abweichung vom „Normalen“ die Lebensqualität vieler Menschen.

Hier hat die Bundesregierung mit Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes reagiert und die Vorgaben der EU umgesetzt, Diskriminierungen durch die nationalen Gerichte überprüfen zu lassen und ggf. auch Schadenersatzansprüche zu gewähren. Damit
ist erstmals ein rechtlich überprüfbarer Maßstab für Diskriminierungen geschaffen worden, der die überwiegend negativen Erwartungen nicht erfüllt hat. Im Gegenteil: Es ist ein gesellschaftspolitischer Fortschritt, dass nun unabhängige Gerichte überprüfen, ob ein Mensch im Einzelfall bspw. aufgrund einer Behinderung oder aufgrund seines Alters von der Vergabe einer Arbeitsstelle ausgeschlossen wurde.

Insbesondere Arbeitgeber in öffentlichen und privaten Unternehmen sind deshalb gefragt, ihr Verhalten gegenüber Bewerbern und Arbeitnehmern auf Diskriminierungsfreiheit zu überprüfen. Daraus ergeben sich auch ganz konkrete wirtschaftliche Vorteile.

Für einen Imbiss, Getränke und einen Mittagstisch ist gesorgt. Auf Wunsch kann eine Teilnahmebestätigung des Europäischen Antidiskriminierungsrates ausgestellt werden. Gemeinsam mit den Experten des Europäischen Antidiskriminierungsrates (European Anti-
Discrimination Council, www.eacih.eu), der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht (www.dgadr.org), des Deutschen Antidiskriminierungsverbandes (www.dadv.eu) und der Forschungsstelle für Antidiskriminierung der Fachhochschule Nordhessen (www.fosar.de) will die Veranstaltung zum einen Impulse an Arbeitgeber und Institutionen geben, wie ein rechtskonformer Umgang mit den Regelungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes gelingen kann. Zum anderen soll auch der wichtigen Perspektive der Gewerkschaften sowie von Betroffenen Raum für Information und Austausch ermöglicht werden.

Diskriminierungen insbesondere im Arbeitsrecht sowie beim Zugang zu privaten und öffentlichen Dienstleistungen finden immer noch statt. Auch im
Zusammenhang mit dem demographischen Wandel zerstören solche Diskriminierungen Entwicklungspotential und Perspektiven in der gesamten Gesellschaft. Das sollte allen bewusst sein und für diesen Bewusstseinswandel wollen wir uns auch mit dieser Veranstaltung engagieren.


Programm

Tagesordnung

8.30 – 8.40 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
Silvia Schmidt, MdB,
• Schirmherrin des 4. Antidiskriminierungstages
• Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion
• Trägerin des Europäischen Bürgerpreises für Antidiskriminierung 2007

8.40 – 9.00 Uhr: Grußwort
Staatssekretärin Prof. Dr. Christiane Dienel
• Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt

9.00 – 9.20 Uhr: „Diversity Management – soziale Vielfalt für Betriebe nutzen“
Sabine Edner
• Leiterin der Bundesagentur für Arbeit in Halle/Saale
9.20 – 9.30 Uhr: Einblick in die Thematik

Dr. Stefan Prystawik,
• EU-Koordinator des Europäischen Antidiskriminierungsrates (EAC)
• Professor of European Studies Reston College, Humble, Texas, USA
• Senior Fellow der Forschungsstelle für Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht an der
Fachhochschule Nordhessen (FoSAR)

9.30 – 10.00 Uhr: „Menschenwürde schützen – Grundzüge des AGG“
Prof. Dr. Klaus-Michael Alenfelder
• Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
• Professor für Wirtschaftsrecht und Leiter der Forschungsstelle für Arbeits- und
Antidiskriminierungsrecht an der Fachhochschule Nordhessen (FoSAR)
• Präsident der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht (DGADR)
• Ständiger Vertreter des Europäischen Antidiskriminierungsrates (EAC) bei der
Bundesrepublik Deutschland

10.00 – 10.30 Uhr Kaffeepause

10.30 – 10.50 Uhr wirtschaftliche Vorteile von Diskriminierungsfreiheit
Hartmut Frenzel
• Stellvertretender Vorsitzender Deutscher Antidiskriminierungsverband (DADV)
• Senior Fellow der Forschungsstelle für Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht an der
Fachhochschule Nordhessen (FoSAR)

10.50 – 11.10 Uhr „Praktische Erfahrungen mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz“
Frank Jansen
• Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
• Direktor der Forschungsstelle für Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht
an der Fachhochschule Nordhessen - FoSAR
• Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Antidiskriminierungsrecht (DGADR)
11.10 – 11.30 Uhr „Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in der Gewerkschaftspraxis“

Ute Brutzki
• Fachreferentin der Gewerkschaft ver.di für Frauen- und Gleichstellungspolitik
11.30 – 12.45 Uhr: Frage- und Diskussionsrunde
Fragen zu den Referaten und offene Diskussion mit den anwesenden Experten
Moderation: Silvia Schmidt, MdB

12.45 – 13.30 Uhr Mittagpause

13.30 – 14.30 Uhr: Erfahrungsbericht regionaler Selbsthilfe mit anschließender Diskussion
Referent: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband / LIGA der freien Wohlfahrtspflege im
Land Sachsen-Anhalt e.V.
Moderation: Silvia Schmidt, MdB

14.30 Uhr: Ende der Veranstaltung


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